Westring zerstört Brutplatz für Wanderfalken – Grüne fordern sofortiges Aus für vorgestriges Autobahnprojekt


Neuerlich wird gegen EU-Recht verstoßen: Nach Verschiebung des Naturschutzgebietes Urfahrwänd orten ExpertInnen nun mit der Zerstörung des Wanderfalken-Brutplatzes EU-rechtswidrige Artenschutzverletzung

„Mit der geplanten Zerstörung des Wanderfalken-Brutplatzes im Bereich der Urfahrwänd machen sich nun die ersten fatalen Folgen der Verlegung des Naturschutzgebiets Urfahrwänd für den Bau der Westring-Autobahn von ökologisch wertvollen auf ökologisch weniger wertvolle Flächen bemerkbar“, reagiert Gerda Lenger, Klubobfrau der Grünen Linz auf die heutige Pressekonferenz des Naturschutzbundes.

Bereits vor dem am 5. Mai 2008 gegen die Stimmen der Grünen gefassten Landesregierungsbeschluss hatten die Grünen vehement davor gewarnt, dass sich der unwiederbringliche Verlust von 60% des Lebensraumes in den felsdominierten Biotopen mit Sicherheit negativ auf diese ökologisch bedeutsamen Strukturen auswirken werde. Nebenbei wurde mit dieser Herausnahme von 4.652 Quadratmetern Biotopen auch ein Präzedenzfall für das willkürliche Konterkarieren der eigentlichen Bedeutung eines Naturschutzgebietes geschaffen.
Obwohl gegen Österreich bereits wegen Verstoßes gegen die Vogelschutzrichtlinine ein EU-Vertragsverletzungsverfahren läuft, versucht man hier nun zum wiederholten Mal mit allen Mitteln und gegen EU-Recht dieses vorgestrige Autobahnprojekt durchzudrücken.

„Es ist unvorstellbar, dass ein derart überteuertes, auf fragwürdigen Zahlen aufbauendes, wertvolle Naturräume zerstörendes und menschenfeindliches Projekt einen positiven Bescheid erhält“, fordert Lenger einen sofortigen Stopp für das Westring-Autobahn-Projekt. Stattdessen müssen endlich im Sinne einer innovativen Verkehrsplanung die vorliegenden Projekte im öffentlichen Verkehr in Linz sowie im Großraum Linz mit S-Bahn-System in Verbindung mit Park&Ride-Anlagen in Angriff genommen werden.

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