Feinstaubwerte im Großraum Linz anhaltend und alarmierend hoch – Grüne starten jetzt „Saubere Luft statt Atemnot“-Aktionswoche!


Verkehr ist Hauptverursacher von gesundheitsgefährdendem Feinstaub – Umstieg auf Öffentliche Verkehrsmittel wirkungsvollste Maßnahme – Grüne wollen mit Aktionswoche BürgerInnen über Feinstaubbelastungen und Gesundheitsgefährdung informieren sowie zum Umdenken in der Verkehrspolitik anregen

Zum fünften Mal in Folge ist die Feinstaubbelastung in Linz über den erlaubten Grenzwerten. „Das ist höchst alarmierend, denn diese Dauer-Belastung ist massiv gesundheitsgefährdend“, informieren die Gesundheitssprecherinnen der Grünen, Ulrike Schwarz und Gerda Lenger. Laut WHO reichen die Auswirkungen von Feinstaubbelastungen von Atemwegsbeschwerden wie z.B. Husten über die stetige Zunahme von asthmatischen Anfällen und Allergien bis zu Lungenkrebs, daneben sind auch Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen klar erwiesen, wodurch es zu einer signifikanten Verminderung der Lebenserwartung – ExpertInnen sprechen von knapp neun Monaten – kommen kann.

Mit einer Fotoaktion auf der stark befahrenen Linzer Nibelungenbrücke haben die Grünen, allen voran die Grüne Landessprecherin Maria Buchmayr, Gesundheitssprecherin Ulrike Schwarz mit ihrer Linzer Kollegin Gerda Lenger, die Linzer Umweltstadträtin Eva Schobesberger sowie der Linzer Bezirkssprecher Severin Mayr u.a. heute Vormittag auf das Feinstaub-Problem aufmerksam gemacht. Im Verlauf der Woche wollen die Grünen mit Fotoaktionen in Linz auf die Feinstaubproblematik aufmerksam machen. Zudem werden in den kommenden Tagen an öffentlichen Orten Info-Verteilaktionen der Grünen stattfinden, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und über die unterschätzte Gesundheitsgefährdung zu informieren.

Umsteigen jetzt!

Einmal mehr appellieren die Grünen, die Angebote im Öffentlichen Verkehr endlich auszubauen: „Der Individualverkehr ist der Hauptverursacher von gesundheitsgefährdendem Feinstaub. Es liegt also auf der Hand, dass wir den Autoverkehr zu Gunsten des Öffentlichen Verkehrs reduzieren müssen, wenn wir die Feinstaubbelastung reduzieren wollen“, fordert Schwarz. Wenn wir das Angebot an attraktiven Öffentlichen Verkehrsmitteln ausbauen, wird auch der Anteil des ÖV am Gesamtverkehr deutlich zunehmen. Klar ist, dass die OberösterreicherInnen auf leistbare und attraktive Öffentliche Verkehrsmittel umsteigen werden, wenn nur das entsprechende Angebot vorhanden ist. Gerade in belasteten Zeiten sollen auch umliegenden Gemeinden auf Öffis umsteigen“, so Schwarz.

„Die Projekte in und um Linz liegen bereits auf den Tisch, man muss endlich die Prioritäten richtig setzen: Der Ausbau und die Attraktivierung der Mühlkreisbahn, der Bau der Regio-Tram nach Gallneukirchen bzw. Pregarten oder der rasche Bau der zweiten Schienenachse in Linz sind wesentliche Projekte, mit denen wir die Menschen in Oberösterreich einerseits aktiv entlasten können, und andererseits die weitere Zunahme des Feinstaubs bekämpfen können“.

„Derzeit wird aber in Linz am Gegenteil gearbeitet“, kritisiert Lenger: Der geplante Bau des Westrings ist geradezu ein Symbol für eine völlig verfehlte Verkehrspolitik: Wir riskieren unsere Gesundheit und die unserer nächsten Generationen, wenn wir jetzt an völlig überdimensionierten, umweltzerstörenden, massiv gesundheitsgefährdenden und maßlos überteuerten Projekten wie dem Westring festhalten. Die derzeitige Feinstaub-Glocke über Linz muss doch allen Verantwortlichen Mahnung und Weckruf zugleich, sein, jetzt alle erdenklich möglichen Maßnahmen zu ergreifen, damit wir auch in Zukunft gesunde Luft zum Atmen haben. Das geht aber nur mit einem Umdenken in der Verkehrspolitik – und das bedeutet, massiv in den Öffentlichen Verkehr zu investieren“, so Lenger.

 

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