Seit heute liegen Einreichunterlagen für den Restring auf


Seit Montag 10. Dezember  liegen Einreichunterlagen für den Restring auf

„Ich empfehle Herrn Bürgermeister Dobusch ganz stark, die seit heute aufliegenden neuen Einreichunterlagen zum Restring zu studieren“, so die Grüne Klubobfrau und Mobilittssprecherin Gerda Lenger. „Beim Bau dieses Restrings von „mehr Lebensqualität“ für die LinzerInnen sowie einer „nachhaltigen Reduzierung von Lärm- und Schadstoffbelastungen“ zu sprechen, ist eine Verhöhnung für alle LinzerInnen, die schon jetzt unter den enormen Gesundheits- und Umweltbelastungen durch den jährlich steigenden PendlerInnen-Verkehr leiden“.

Ein erster Blick in die umfangreichen Asfinag-Planungsauflagen zeichnet ein verheerendes Bild: Bereits in der jahrelangen Bauphase wird es natürlich zu enormen Zusatzbelastungen von Stickoxiden und Feinstaub kommen, die offenbar nur durch die zeitliche Begrenzung genehmigungsfähig sein werden. Darüber wird es selbstverständlich zu erhöhten Belastungen während der Betriebsphase kommen, v.a. im Bereich der Kärntnerstraße, Ziegeleistraße, ebenso bei der Donauquerung.

Zusätzlich zum Lärm wird es zu „Erholungsbeeinträchtigungen“ in den Bereichen Freinberg und Donauufer kommen, zu Verringerungen von Erholungsraum wie im Ziegeleipark, zu „wesentlichen Landschaftsbeeinträchtigungen auf Grund Donauuferveränderungen, Verlegungen von Radwegen und Rodungen von Bäumen. Durch eine „sehr hohe Eingriffsintensität“ wird es zu einer „Veränderung der Kulisse des Donautals“ sowie zu „Veränderungen der beiden Donauufer“ kommen, insgesamt kommt es zu einer „Verarmung des Stadtbilds“.

„Das sind nur erste Auszüge aus den Planungsunterlagen. In Summe handelt es sich bei dem neuen Projekt um einen halben Autobahn-Restring mitten durch die Stadt ohne direkten Autobahn-Anschluss. Ohne SUP widerspricht er zudem eindeutig dem europäischen Recht der Strategischen Umweltprüfung.

„Im Wissen, dass die Kosten für diesen halben Restring gegenüber ersten Kostenschätzungen von 225 Millionen Euro (Kostenkalkulation im Jahr 2002 für den gesamten Westring) auf 646 Millionen Euro – für das halbe Projekt – explodiert sind, ist die heutige Aussage, dass „die Kosten halten werden“, mehr als zynisch“, so Lenger.

„Man bekommt also nun das halbe Projekt zu mehr als den doppelten Kosten, und am Ende entsteht dreifacher Schaden: Die Gesundheit der LinzerInnen wird ebenso wie die Umwelt mit Füßen getreten, und das schon jetzt herbeikalkulierte Finanzierungs-Waterloo werden natürlich die SteuerzahlerInnen zu tragen haben“ so Lenger.


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