Lugers "ÖV-Offensive" durch Westring konterkariert


Lenger: „Die heute von Verkehrsreferent Klaus Luger präsentierten Verkehrsschwerpunkte bis 2015 enthalten kaum nennenswerte innovative Verkehrskonzepte. Dagegen wird mit starrem Tunnelblick an veralteten Straßenbauprojekten festgehalten“.

„Bei näherer Betrachtung der von Neo-Verkehrsreferent Klaus Luger präsentierten Ressortaufgaben zeigt sich, wie wenig Weitblick man den anstehenden Verkehrsproblemen in der Linzer Innenstadt entgegenbringt: Zwar sind die zweite Straßenbahnachse und die Verlängerungen von Straßenbahnen in Linz zwingend notwendig, diese Projekte reichen aber bei weitem nicht aus, um die angespannte Verkehrssituation in den nächsten Jahren in Linz in Griff zu bekommen“, so die Grüne Klubobfrau Gerda Lenger.

„Dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs müsste allerhöchste Priorität eingeräumt werden, stattdessen wird an alten Verkehrskonzepten festgehalten. Wenn Luger den Westring zu den „sinnvollen Straßenneubauten“ zählt, frage ich mich schon, ob ihn der Tunnelblick schon vor Baubeginn vorzeitig ereilt hat: Sämtliche Studien belegen, dass die wenigen erwarteten Verkehrsreduktionen schon in wenigen Jahren wieder „aufgefressen“ werden, bei anderen neuralgischen Knotenpunkten wird es bereits durch den Bau zu Verkehrszunahmen bis 131% kommen (Blumauerstraße). Und ob es dann bei einem über einer Milliarde teuren Verkehrsprojekt für die PendlerInnen noch „sinnvoll“ erscheint, mit kalkulierten 60km/h Maximalgeschwindigkeit durch die Stadt zu stauen, ist schon mehr als fraglich. Beim Westring von einer Verkehrsberuhigung zu sprechen, gleicht eher einer Quadratur des Kreises“.

„Hier wird Geld vernichtet, das für weitaus wichtigere Projekte wie die zweite Schienenachse fehlt. Auch dass sich Luger gleichzeitig um die RadfahrerInnen „rasch“ annehmen möchte – Stichwort Ausbau Nibelungenbrücke -, ist wenig glaubwürdig: So hat die SPÖ einer Lösung – nämlich die Schaffung eines sicheren Übergang für RadfahrerInnen – bis dato im Gemeinderat nicht zugestimmt“, so Lenger.

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