Durch Tempo 60 und überhohe Lärmschutzwände soll Umweltverträglichkeit des Westrings konstruiert werden


Grüne haben aber so wie das Umweltministerium auch massive Zweifel an Verkehrsprognosen

Die nun bekannt gewordene Absicht, am Westring Tempo 60 zu verhängen und teilweise überhohe Lärmschutzwände zu planen, ist der offensichtliche Versuch, für den Westring doch noch die Schadstoffgrenzwerte einzuhalten und die Umweltverträglichkeit zu erreichen.

Grün-Landesrat Rudi Anschober hat daran jedoch massive Zweifel. Anschober: „Das bestätigt die bisherige Kritik und kann nur dann funktionieren, wenn die Verkehrsprognosen, die den Emissionsberechnungen zugrunde liegen, auch Realität werden und nicht überschritten werden. Davor habe ich jedoch – so wie übrigens das Umweltministerium in seiner Stellungnahme – massive Zweifel. Viele ExpertInnen sind davon überzeugt, dass der Transitverkehr, der durch die neue Autobahnverbindung aus Tschechien (S10 und A26-Westring) nach und durch Linz gelockt wird, deutlich stärker sein wird. Falls dies zutreffen sollte, wird auch Tempo 60 wenig helfen.“

So stellt das Umweltministerium in seiner Stellungnahme zum Westring (13. August 2009) nachträglich fest (Seite 11): „Durch die Maßnahmen „Tempo 60“ und „Lärmschutzwand“ wird laut Angaben in den Unterlagen die Irrelevanzschwelle für NO2 und PM10 bei den nächsten Anrainern nicht mehr überschritten. Unbeschadet dessen zeigen jedoch die Modellrechnungen betreffend PM10 bzw. NO2 für das Jahr 2012 bzw. 2015 und darüber hinaus, wie auch in der Nullvariante, Überschreitungen der Grenzwerte.“

Und auf Seite 15 heißt es weiter: „Die angeführten Maßnahmen für die Bau- und Betriebsphase umfassen jedoch nur einen Teil der möglichen Maßnahmen. Es sind daher weitere Maßnahmen anzuführen, mit denen die Emissionen von PM10 und NOx reduziert werden können.

Anschober fordert daher im Rahmen der UVP eine neue Verkehrsprognose durch ein Gutachten, das von einem unabhängigen, gemeinsam mit den BürgerInneninitiativen auszuwählendes Institut erstellt wird.

  1. #1 von rabengruber am 26. Januar 2010 - 18:33

    was können wir oberösterreicher den schon großartig von einer politik erwarten, die einen straßenbaulandesrat kennt, den öffentlichen verkehr in eine zweite zuständigkeit gibt und nicht alle agenden in einem ressort eines mobilitätslandesrates zusammenführt (so wie es heute in jeder vernünftigen regierung passiert).

    an eine schein uvp glaub ich sowieso nicht.
    wenn ein paar rückständige politiker etwas wollen (und an der macht sitzen) dann wird das schon irgenwie zurechtgebogen.

  2. #2 von Gerda Lenger am 27. Januar 2010 - 12:39

    Wir GRÜNE tun alles, um dieses Umwelt und Lebensqualität Steinzeitprojekt zu verhindern.

    Statt dessen müssen sinnvolle ÖV-Alternativen umgesetz werden. siehe auch heutige Pressekonferenz:

    http://linz.gruene.at/themen/gruene-kommunalpolitik/gruene-kommunalpolitik-details/news/linz-braucht-keinen-westring/

(wird nicht veröffentlicht)