Gestrige Straßensperre und Verkehrsinfarkt auf B127 ist kleiner Vorgeschmack auf vorprogrammiertes, jahrelanges A26-Bau-Stauchaos


Bundesregierung soll beim Westring noch den Not-Aus-Schalter betätigen

Nach einem Felssturz aus der Urfahrwänd auf die Rohrbacher Bundesstraße musste Montagmorgen die B127 für mehrere Stunden gesperrt werden. In weiterer Folge waren die Ausweichstrecken über Wilhering und den Pöstlingberg in kürzester Zeit überlastet. Die Grüne Klubobfrau und Mobilitätssprecherin Gerda Lenger dazu: „Die gestrige Sperre auf Grund des Steinschlags war nur ein ganz kleiner Vorgeschmack auf das schon heute vorprogrammierte, jahrelange Verkehrschaos und die Straßensperren, die mit der Errichtung der geplanten A26 einhergehen werden“.

 

Was in den Presseaussendungen von Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl und dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger an nicht so prominenter Stelle zu lesen ist, ist das Faktum, dass laut ASFINAG alleine die Bauzeit des Abschnitts Nord inklusive Donaubrücke und Tunnel Freinberg von 2015 bis 2024 betragen soll. Rechnet man die üblichen Verzögerungen hinzu, beträgt die Bauzeit dafür weit über 10 Jahre! „Was das für die staugeplagten PendlerInnen aus dem Mühlviertel und die LinzerInnen bedeutet, kann man sich leicht ausrechnen: Es wird selbstverständlich zu unzähligen Staus, massiven Verkehrsbehinderungen und Straßensperren kommen, zu unzähligen Tagen mit Umleitungen über Gramastetten, oder Aschach und Eferding. In Linz selbst wird es neben einer massiven Zunahme von Lärm, Staub und Schmutz zu einem gravierenden Ansteigen des täglichen Schwerverkehrs kommen. Das muss man den BürgerInnen einmal ganz klar kommunizieren, anstatt die Menschen mit Falsch-Meldungen über vermeintliche Entlastungen am Schmäh zu halten“, so Lenger.

 

Zur Erinnerung: Allein in der Bauphase der ersten Etappe, der Anschlussstelle Donau Nord und des Tunnels Pöstlingberg bei einer derzeit behaupteten Bauzeit bis 2017, wird durch den An- und Abtransport von Baumaterial und Ausbruchmaterial vom Pöstlingberg mit über 32.000 LKW-Fahrten gerechnet. Das sind bei 25 Monaten Kernarbeitszeit jährlich knapp 16000 LKW. „Nur“ für den ersten Bauabschnitt. „In weiterer Folge wird der Bau der Brücke und des Tunnels unter dem Freinberg ein jahrelanges Stauchaos auf engstem Raum und durch dicht besiedeltes Wohngebiet und damit massive Gesundheitsbelastungen mit sich bringen“, so Lenger.

 

„Wenn LH-Stv. Hiesl sich in 15 Jahren wohl bereits im „Ruhestand“ befindet, und auch die Amtszeit des Bürgermeisters Luger möglicherweise schon beendet ist, werden die OberösterreicherInnen nach wie vor noch keine Ruhe finden: „Die PendlerInnen würden sich weiterhin täglich nach Linz stauen und sich über die Unfähigkeit und Kurzsichtigkeit der Politiker ärgern, die LinzerInnen würden sich nach wie vor in einer Mega-Dauerbaustelle wiederfinden und alle OberösterreicherInnen und Generationen danach für die ausufernden Kosten die Rechnung zahlen“, rät Lenger, beim Westring doch noch rechtzeitig den NOT-AUS- Schalter zu betätigen.

 

 

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