Verkehr in Linz: Lenger fordert seriöse Diskussion anstatt Märchenstunde


Eine seriöse Diskussion über Möglichkeiten der Verkehrsentlastung in Linz fordert Gerda Lenger, Klubobfrau der Grünen Linz, von SPÖ-Verkehrsreferent Klaus Luger und ÖVP-Klubobmann Klaus Fürlinger. Anstatt sämtliche Vorschläge der Grünen für mehr Lebensqualität in Linz zu negieren, sollten in interfraktionellen Gesprächen sinnvolle Lösungen für Linz wie die rasche Umsetzung der zweiten Schienenachse erarbeitet werden.

Abseits des Tunnelblicks von SPÖ und ÖVP könnten so endlich innovative Konzepte zur Förderung sanfter Mobilitätsformen gefunden werden.

Wenn Luger davon träumt, nach Errichtung des Westrings den Verkehr in der Innenstadt neu zu organisieren, dann kann das nur eines bedeuten: Straßenausbau. Aus einer vom Zivil-Ingenieur-Büro Schimetta Consult aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses erarbeiteten Studie betreffend „Auswirkungen des Westrings auf das Linzer Straßennetz“ geht klar hervor, dass vereinzelten Verkehrsabnahmen bis maximal 63% Verkehrszunahmen bis zu 131% gegenüberstehen. (z.B. Blumauerstraße + 131%, Kärntnerstraße + 86 %, Gruberstraße + 17%) Die vorgegaukelten Verkehrsentlastungen erfolgen rein nach dem Floriani-Prinzip, insgesamt würde der Verkehr und damit der Schadstoffausstoß noch mehr zunehmen.

Auch die von Fürlinger unterbreiteten Vorschläge sind reine Lippenbekenntnisse. Verweigerte doch die ÖVP erst in der Jänner-Gemeinderatssitzung die Zustimmung zu Verbesserungsmaßnahmen für RadfahrerInnen, FussgängerInnen und RollstuhlfahrerInnen wie z.B. in der Lederergasse. „Offensichtlich gefällt sich die VP zu sehr in der Rolle, Politik ausschließlich bis zur nächsten Schlagzeile zu betreiben, anstatt seriöse Vorschläge zu Lösungen für die Linzer Verkehrsprobleme zu erarbeiten“, kritisiert Lenger.

Lenger fordert sowohl SPÖ als auch ÖVP abschließend auf, die veraltete Verkehrspolitik endlich hinter sich zu lassen und gemeinsam mit den Grünen innovative, zukunftsgerichtete Verkehrskonzepte zu erarbeiten, um den Individualverkehr einzudämmen und den LinzerInnen Lebensqualität und städtischen Raum zurückzugeben. Dafür benötigt es attraktive Radrouten (Radverkehrsanteil in Salzburg und Graz 16%, in Linz 6%), sichere, rasche Wegeverbindungen für FußgängerInnen und vor allem einen attraktiven Öffentlichen Verkehr, der nicht nur LinzerInnen sondern auch EinpendlerInnen zum Umsteigen animiert.

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