Finanzielles Desaster bei der ASFINAG: Grüne fordern sofortigen Stopp der Westring-Planungen


Einen sofortigen Stopp der Vorbereitungen für den Bau der überteuerten, Umwelt und Natur zerstörenden Westring-Autobahn fordern die Linzer Grünen erneut angesichts des finanziellen Desasters bei der ASFINAG.

„Der Parlamentsbeschluss für die Westring-Autobahn (Süd- und Nordteil samt Brücke) im Jahre 2002 basiert auf geplanten Kosten von 225 Mio Euro. Nun soll jüngsten Meldungen zufolge nur der Südteil mit Brücke doppelt so viel, nämlich 451 Millionen Euro kosten“, zeigt die Linzer Grünen-Umweltsprecherin Gerda Lenger die enorme, nicht vertretbare Kostenexplosion für die mitten durch Linz geplante Transitautobahn auf.

Bei der vom Rechnungshof empfohlenen Festlegung, bis zu welchem Kosten-Nutzen-Verhältnis ein Straßenbauvorhaben betriebs-, verkehrs-, regional- und volkswirtschaftlich sinnvoll ist, würde die Westring-Autobahn glatt durchfallen. „Und die Kosten werden – erfahrungsgemäß (z.B. Bindermichl-Tunnel) – weiter explodieren“, prophezeit Lenger und ergänzt, „auch die geplante, menschenverachtende Sparvariante ohne jegliche Schadstofffilter wird daran nichts ändern.“

Neben der Gefährdung des Industriestandortes durch die maximale Ausreizung der Luftschadstoffgrenzwerte und der Zerstörung wertvoller Naturjuwele würde die Westring-Autobahn durch die Abnahme der Lebensqualität infolge gesundheitsschädlicher Luftschadstoff- und Lärmemissionen eine verstärkte Abwanderung in Umlandgemeinden auslösen.

„Es ist höchst an der Zeit, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken die Westring-Jubel-Propaganda zu stoppen und sich der Verantwortung gegenüber den Betroffenen zu besinnen“, fordert Lenger das sofortige Aus für die Westring-Autobahn. „Statt dessen müssen bereits lange versprochene ÖV-Projekte, wie die City-S-Bahn und der Ausbau der Summerauerbahn endlich verwirklicht werden.“

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