Anschober: Dürfen ArbeitnehmerInnen 100fach stärker mit Schadstoffen belastet werden als AnrainerInnen?


Die Grenzwerte des IG-L (Immissionsschutzgesetz Luft) und die MAK-Werte (Maximale Arbeitsplatzkonzentration) unterscheiden sich beim wichtigsten Luftschadstoff NO2 etwa um den Faktor 100.

Im Fall einer Errichtung des Westrings würde das Gebiet der Kärntnerstraße stärker belastet, nach den Prognosen der Umweltverträglichkeitserklärung würden die IG-L-Grenzwerte für AnrainerInnen deutlich überschritten, die MAK-Grenzwerte für ArbeitnehmerInnen jedoch nicht auch nur annähernd erreicht.

Anschober: „Viele MitarbeiterInnen der an der Kärntnerstraße ansässigen Betriebe sind verunsichert und haben sich an mich gewandt. Ich habe daher die Betriebsräte zu einem Informationsgespräch eingeladen, das vergangenen Freitag stattgefunden hat. Und ich wende mich deshalb heute an das Umwelt- und Arbeitsministerium, damit abgesichert wird, dass dieselben Grenzwerte für die Wohnbevölkerung auch für die ArbeitnehmerInnen gültig sein müssen. Ein völlig unterschiedlicher Schutz für AnwohnerInnen und ArbeitnehmerInnen von Anrainer-Betrieben wäre undenkbar.“

Prognose NO2-Jahresmittelwerte

Prognose NO2-Jahresmittelwerte

Prognose durchschnittlicher täglicher Verkehr an Werktagen

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