Faymann in Linz: PolitikerInnen deponieren Anliegen


Bundesminister Faymann kommt am 5. März nach Linz, um von den lokalen Politikern die Notwendigkeit der einzelnen Verkehrsprojekte erklärt zu bekommen. Dazu wird sicherlich auch das sündteure Projekt der Westring-Transitautobahn (A26) zählen.

Wer diese Nord-Süd Transitroute als „Umweltschutzprojekt“ dem Minister verkaufen will, hat entweder keine Ahnung von nachhaltiger Verkehrspolitik, oder schlimmer: er belügt den Minister, BürgerInnen und Medien!

Die Kosten der Westring-Transitautobahn haben sich seit 1999 versiebenfacht.
Lagen die Schätzkosten im Jahr 1999 noch bei rd. 100 Millionen EURO, sind die Kosten inzwischen in astronomische Höhen von bis zu 700 Millionen in die Höhe geschnellt.

Nachdem gemäß dem Regierungsübereinkommen die Baukosten aller Verkehrsprojekte massiv gesenkt werden müssen, ist die Planung für dieses Projekt unverzüglich zu stoppen. Eine Zusage von Minister Faymann zur Westring-Transitautobahn käme einem Bruch des Regierungsübereinkommens gleich.

Die Westring-Transitautobahn würde das Verkehrs-Bundesbudget für Oberösterreich von fast 3 Jahren auffressen, obwohl nur weniger als ein Prozent der oberösterreichischen Wege dort zurückgelegt werden könnten. Wie kommen die restlichen 99% der Oberösterreicher dazu, dass sie 3 Jahre auf weitere Bundesgelder für Verkehrsprojekte warten müssen?

Die Westring-Transitautobahn wäre auch im Hinblick auf die Kosten ein Fass ohne Boden! So glauben manche Puchenauer Politiker inzwischen tatsächlich, dass sie aufgrund des durch die Westring-Transitautobahn angestiegenen Autoverkehrs bald eine Einhausung für ihre Gemeinde erhalten werden. Man wird nicht mehr lange warten müssen, bis auch Ottensheim dies fordert. In Summe reden wird dann also von über 1 Milliarde EURO, die nur für die Nordwesteinfahrt nach Linz in Autoverkehrprojekte gesteckt werden müssten.

Faktum ist, dass mit weniger finanziellen Aufwand alle Wege nach Linz staufrei gemacht werden könnten, würde man nur endlich umfassend in moderne und kundenfreundliche öffentliche Verkehrsmittel investieren: eine Investition in Klimaschutz zur Entlastung der lärm- und abgasgeplagten Bevölkerung an den Zubringerrouten nach Linz und im Stadtgebiet!

Klar ist auch, dass die Westring -Transitautobahn selbst mit einer Pkw-Maut von vier € pro Kilometer nicht zu finanzieren wäre!

Der Minister ist aufgefordert, alle Fakten dieses überzogenen und für Linz um mehrere Dimensionen zu großen Autoverkehrsprojektes noch einmal genau zu prüfen und auch die Argumente der Projektgegner zu hören!

Plattform für Alternativen zur Westring-Transitautobahn

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